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Achtsame Erholung

  • Autorenbild: Michèl Fois
    Michèl Fois
  • 8. Dez. 2025
  • 3 Min. Lesezeit

Training allein macht uns nicht stärker. Erst die Erholung danach ermöglicht Anpassung, Fortschritt und Wachstum. Recovery ist kein Stillstand, sondern ein aktiver Prozess, in dem Körper und Geist wieder in Balance finden. Ohne bewusste Regeneration wird Training zu zusätzlichem Stress – die Leistungsfähigkeit stagniert, Verletzungsrisiken steigen.

Erholung verstehen wir in der Achtsamen Fitness als ganzheitliches Konzept. RECOVERY bildet den sechsten Aspekt und betrifft den physischen Körper, den mentalen Zustand und die energetische Versorgung gleichermaßen. Die folgenden fünf Säulen (Stressmanagement, Body Maintenance, Schlaf, Versorgung und Achtsamkeit) bilden das Fundament einer nachhaltigen Regenerationsstrategie.


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Stressmanagement

Achtsame Erholung beginnt mit der Fähigkeit, das eigene Stressniveau einschätzen und regulieren zu können. Dazu gehört zunächst die Selbsteinschätzung: Wie gestresst fühle ich mich? Wie viel Kapazität habe ich gerade? Diese Wahrnehmung ist die Grundlage für Stresskompetenz – also das Verständnis, wie Stress entsteht, wirkt und integriert werden kann. Wir betrachten Stress nicht als Feind, sondern als Signal. Ein gewisses Maß an Eustress fördert Wachstum, zu viel Dysstress dagegen blockiert. Entscheidend ist der bewusste Ausgleich. Atemübungen, Meditation oder kurze Entspannungseinheiten helfen, das Nervensystem zu regulieren. Ebenso wichtig ist Selbstorganisation – die Fähigkeit, Prioritäten zu setzen, Routinen zu gestalten und Phasen aktiver Erholung bewusst einzuplanen.


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Body Maintenance

Körperliche Regeneration ist mehr als passives Abwarten. Sie entsteht durch gezielte Instandhaltungsmaßnahmen – von einfachen Tools bis zu professioneller Unterstützung. Selbstmaßnahmen wie Self Myofascial Release, Massageguns, Shakti Matten, Flossing, Cupping oder Mobility Training bringen Bewegung und Durchblutung in Gewebe und Faszien. Dabei geht es nicht um Perfektion oder ein starres Protokoll, sondern darum, die eigene Körperwahrnehmung zu schärfen. Was tut gut? Wo entsteht Leichtigkeit? Manchmal braucht es darüber hinaus Expertenhilfe – Physiotherapie, Osteopathie, Chiropraktik oder ärztliche Diagnostik. Diese Instanzen unterstützen den Heilungsprozess, wenn Selbstmaßnahmen an ihre Grenzen stoßen.

Und schließlich spielt auch Wellness eine Rolle: Massagen, Sauna, Bäder oder Epsom Salz wirken nicht nur körperlich entspannend, sondern auch mental entlastend. Sie sind kein Luxus, sondern Teil einer gesunden Regenerationsroutine.


Schlaf

Schlaf bleibt die Königsdisziplin der Erholung. Während wir ruhen, werden Gewebe repariert, Hormone reguliert und Informationen verarbeitet. Die Rahmenbedingungen sind dabei zentral: Eine Temperatur unter 20 Grad, Dunkelheit und Stille fördern die Schlafqualität. Für die Dauer gilt als Empfehlung 7-9 Stunden Schlaf pro Nacht – zusätzlich entscheidend ist jedoch der Rhythmus. Wer zu festen Zeiten einschläft und aufsteht, ermöglicht dem Körper, seinen zirkadianen Takt zu stabilisieren. Ebenso wichtig ist die Schlafhygiene – also der bewusste Umgang mit Licht, Blaulicht, WLAN, Koffein und der Exklusivität des Schlafbereichs. Das Bett bleibt Schlaf- und Regenerationsraum, kein Ort für Arbeit oder Ablenkung.

Kurze Power Naps (10 – 30 Minuten) oder Non-Sleep-Deep-Rest-Phasen helfen, das Nervensystem tagsüber zu resetten, ohne in tiefen Schlaf zu fallen. Kleine Ruhefenster können den gesamten Energiehaushalt stabilisieren und die Konzentration merklich verbessern.



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Versorgung

Erholung braucht Energie – sowohl in Form von Makronährstoffen als auch durch gezielte Mikronährstoff oder Wirkstoffzufuhr. Eine angepasste Energieaufnahme – idealerweise mit leichtem Überschuss und gutem Timing – versorgt den Körper nach intensiven Phasen optimal. Kohlenhydrate rund um das Training unterstützen Regeneration und Schlafqualität. Unterstützend können bestimmte Wirkstoffe wirken: Magnesium, Ashwagandha, Kurkuma, Inositol, Wobenzym oder beruhigende Tees fördern Stressabbau und Entzündungsregulation. Melatonin oder Cannabis können in Einzelfällen entspannend wirken, sollten jedoch, wenn überhaupt, mit Achtsamkeit und Bewusstsein eingesetzt werden. Auch die Verdauung spielt eine zentrale Rolle: Späte, schwere Mahlzeiten stören die Nachtruhe, zu kurze Esspausen belasten das Verdauungssystem. Geregelte Mahlzeiten, bewusste Pausen und eine angepasste Pre-Workout-Versorgung helfen, die Energieaufnahme mit den körperlichen Anforderungen in Einklang zu bringen.


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Achtsamkeit

Erholung endet nicht bei Routinen – sie beginnt mit Bewusstheit. Wer Erholung ernst nimmt, beobachtet sich selbst: das Energielevel, die Stimmung, die Leistungsfähigkeit. Achtsamkeit bedeutet, Signale des Körpers zu erkennen und entsprechend zu handeln. Ein Blutbild kann Aufschluss über Entzündungen, Mikronährstoffe oder hormonelle Balance geben. Biofeedback – etwa durch die Herzfrequenzvariabilität (HRV) – zeigt, wie gut sich der Körper an Stress anpassen kann. Niedrige Varianz signalisiert Überlastung, hohe Varianz Regenerationsfähigkeit. Auch Schlafmonitoring liefert wertvolle Hinweise. Ob digital über Tracker oder analog über Beobachtung – entscheidend ist das Verständnis, wie Schlaf, Ernährung, Training und mentale Balance zusammenwirken.

Erholung ist kein passiver Zustand. Sie ist eine bewusste Praxis – die aktive Gestaltung von Ruhe, Struktur und Versorgung. Die fünf Säulen (Stressmanagement, Körperpflege, Schlaf, Versorgung und Achtsamkeit) bilden gemeinsam das Fundament für nachhaltige Leistungsfähigkeit, Energie und Gesundheit in der Achtsamen Fitness. Kleine Routinen haben hier die größte Wirkung: Sie entscheiden darüber, ob Training zu Fortschritt führt – oder zu Erschöpfung.


Wir hoffen, Du konntest aus diesem Beitrag etwas mitnehmen und freuen uns, Deine Fragen oder Feedback zu hören. Bis bald bei FIT VIII und gib Acht auf Dich!

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